Microsoft warnt im
Security Advisory 981374 (
deutschsprachig) vor einer weiteren, jetzt bekannt gewordenen Sicherheitslücke in Internet Explorer 6, und Internet Explorer 7, über die sich beim Besuch einer entsprechend präparierten Website beliebiger Schadcode ausführen lässt (Remote Code Execution). Diese Sicherheitslücke besteht laut
nicht im
Windows Internet Explorer 8.
Ausnutzen lässt sich die Sicherheitslücke über einen Fehler in der "iepeers.dll". Diese Sicherheitslücke firmiert auch unter dem
CVE-Namen
CVE-2010-0806.
[2. Update] Aufgrund der Tatsache, dass die Anzahl der Versuche zur Ausnutzung dieser Sicherheitslücke in jüngster Vergangenheit zugenommen haben,
kündigt Microsoft die Veröffentlichung eines kumulativen Sicherheitsupdates u.a. für die von dieser Sicherheitslücke betroffenen Internet Explorer-Versionen für den
30. März 2010 (ca. 20 Uhr MESZ) an. Es handelt sich dabei um das kumulative Sicherheitsupdate, das ursprünlich am nächsten regulären Patchday am 13. April 2010 veröffentlicht werden sollte. Unabhängig von der hier beschriebenen Sicherheitslücke, werden auch die kumulativen Sicherheitsupdates für
alle Internet Explorer-Versionen, also auch Internet Explorer 8, vorzeitig außer der Reihe ("Out-of-Band") am 30. März 2010 veröffentlicht werden, welche
weitere Sicherheitslücken beseitigen sollen. Die Microsoft Security bulletin Nummer, in der das kumulative Sicherheitsupdate en detail beschrieben werden wird, trägt voraussichtlich die Nummer MS10-018.
[/2. Update]
[3. Update]
Wie angekündigt, wurde diese Sicherheitsöücke durch das Kumulative Sicherheitsupdate KB980182 (MS10-018) behoben, das am 30.03.2010 außer der Reihe von Microsoft veröffentlicht wurde. Siehe hierzu Security Bulletin MS10-018 (
englisch bzw.
deutsch) sowie die Artikel zum Sicherheitsupdate für
IE6 SP1 unter Windows 2000,
Internet Explorer 7 unter Windows XP und
Internet Explorer 6 in Windows XP SP3.
[/3. Update]
Abhilfe bis zur Beseitigung der Sicherheitslücke durch ein Sicherheitsupdate:
Die für den Endanwender einfachste und effizienteste Besietigung dieser Sicherheitslücke besteht darin, den ohnehin empfehlenswerten
Windows Internet Explorer 8 zu installieren.
[1. Update] Unter Windows 2000, für das kein IE8 verfügbar ist, oder in den Fällen, in denen aus sonstigen Gründen kein Upgrade auf den IE8 in Frage kommt, empfiehlt Microsoft im
Security Advisory 981374 an erster Stelle mittlerweile als Workaround bis zur Beseitigung der Sicherheitslücke durch ein Sicherheitsupdate, die "PeerFactory Class" der iepeers.dll über das Löschen des zugehörigen Registry-Schlüssels
HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{3050F4CF-98B5-11CF-BB82-00AA00BDCE0B}, vorzugsweise
nachdem dieser zuvor exportiert und damit gesichert wurde.
Für diesen Zweck steht auf dieser kleine Site die
IE6_7-Advisory981374.zip zum Download zur Verfügung. Sie enthält nach dem Auspacken die "
disablePeersFactoryClass_Advisory981374.reg" zur Entfernung der "PeersFactory Class" aus der Registry und die "
re-enablePeersFactoryClass_Advisory981374.reg" zum Wiedereintrag der Registry-Standardwerte für die "PeersFactory Class". Diese REG-Dateien können z.B. über einen Doppelklick in die Registry importiert werden, Adminrechte des angemeldeten Benutzers vorausgesetzt.
[/1. Update]
Kurzbeschreibung: Wichtiges, kumulatives Sicherheitsupdate, das u.a. eine kritische Lücke im in Windows XP SP3 standardmäßig enthaltenen Internet Explorer 6 schließen soll, durch die ein [...]
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